Schwesternreise nach Madrid und Salamanca
Unzählige Erinnerungen habe ich an diese Reise. Sie war etwas ganz Besonderes, denn mein einjähriges Stipendium in Salamanca stand bevor. Es war mein Traum, aber auch gleichzeitig Evas Traum. Denn sie freute sich unglaublich für mich. Die Welt entdecken, frei und abenteuerlich sein, Neues zu erleben und auszukosten – dafür stand sie und sie unterstützte mich mit ihrem ganzen Herzen bei meinem Vorhaben.
Daher begleitete sie mich für die ersten zehn Tage und war mir eine riesige Stütze: Vom Kofferschleppen bis zur Wohnungssuche (das Bild, auf dem wir die Fläschchen in der Hand halten, entstand kurz nach meiner Zusage für eine traumhafte WG) war sie an meiner Seite. Ich hätte nicht glücklicher und dankbarer sein können, denn neben der organisatorischen Dinge, bei denen sie immer mehr Durchblick hatte als ich, hatten wir auf Reisen immer den größten Spaß. Sie war nicht „nur“ meine Schwester, sie war auch meine beste Freundin. Mit ihr fühlte sich das Leben so leicht an. So überlegten wir uns an einem Sommerabend in Salamanca ganz spontan, uns die Haare kurz zu schneiden. Und schon saßen wir am nächsten Morgen in einem spanischen Friseur, mit dem wir uns nicht verständigen konnten und hatten wenige Minuten später kurze Haare im Partnerlook. Und: „Lena, natürlich kaufst du die riesigen, pinken Herzohrringe! Du bist in Spanien!“ Ihre unglaubliche Positivität und das Freiheitsgefühl, das sie versprühte, bleibt einzigartig. Was haben wir viel erlebt, entdeckt, gealbert, geshoppt und Tapas gegessen.
Irgendwann, meine Eva, werde ich Salamanca wieder besuchen und mit dir in meinen Gedanken an all die wunderbaren Orte zurückkehren, die ich zu Beginn meines größten Abenteuers mit dir gemeinsam als erstes kennenlernte.




















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